Systemische Erfassung der psychosozialen Situation von Kindern mit Lern- und Sekundärstörungen
23./24.02.2018 (12 UStd.)
Freitag 18:00 - 21:30 Uhr und Samstag 10:00 - 17:30 Uhr

Lilo Gührs

Überblick
Wenn schulisches Lernen misslingt, folgen daraus oft psychosoziale Beeinträchtigungen des Kindes und auch des begleitenden Bezugssystems. Im lerntherapeutischen Prozess werden viele Informationen über die Bedeutung der Lernproblematik für das Kind und sein Bezugssystem eingesammelt. Im Seminar werden Informationen über Sekundärstörungen und komorbide Störungen gegeben. Ebenso wird die Problematik diskutiert, ob die Lernstörung als Folge einer anderen Primärstörung oder als Ursache für die sich ausprägenden Sekundärstörungen zu verstehen ist.
Informationen sind nötig, um die lerntherapeutische Zuständigkeit zu klären, Hypothesen über Ziele und Ressourcen zu bilden und beraten zu können. Das Einsammeln von Informationen ist zugleich auch eine Intervention und muss deshalb entsprechend reflektiert erfolgen.
Es werden Möglichkeiten gezeigt, Informationen zu erhalten, zu ordnen und mit den eigenen Hypothesen reflektiert und transparent umzugehen. Selbsterfahrungselemente ermöglichen, die Sicht der Klienten einzunehmen.
Ziel des Seminars ist es, das Handlungsspektrum zu erweitern, mit dem die Gesamtsituation eingeschätzt, systemisch verstanden, geordnet und im Prozess weiter beobachtet werden kann.

Die Themen im Einzelnen
-    Reflexion über den Zweck von Informationssammlung
-    Überblick über Lernstörungen sowie primäre und sekundäre Komorbiditäten
-    Vom linear- kausalen Denken zur Reflexion über Bewertungen
-    Aspekte der systemischen Sichtweise
-    Einfluss der Frageformen auf die erhaltenen Informationen
-    Experimentieren mit Befragungsformen
-    Weitere Möglichkeiten der Informationssammlung
-    Der Umgang mit eigenen Beobachtungen
-    Fragen und Beobachtungen als begleitende Aspekte in einem Prozess

Lernmethoden:
Neben inhaltlichen Darstellungen der angegebenen Aspekte des Themas beinhaltet das Seminar Elemente der Selbstreflexion sowie eigenes Ausprobieren der vorgestellten Interventionen in kleinen Rollenspielen.

Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Lerntherapeuten und Lerntherapeutinnen mit Berufserfahrung sowie Interessierte in verwandten Berufsfeldern.

Im Sinne eines aktiven Arbeitsprozesses begrenzen wir die Gruppengröße auf 14, wir vergeben die Plätze in der Reihenfolge der Anmeldungen.

Teilnahmegebühr: 192,00 Euro

 

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